BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ortsverband Murnau & Umgebung

Gute besuchte Infoveranstaltung zu geplanten Murnauer Umfahrung des OV Murnau & Umgebung von Bündnis 90/Die Grünen


Ca. 40 Personen sind im gut gefüllten Christoph-Probst-Saal im Kultur- und Tagungszentrum in Murnau zusammengekommen. Nach der herzlichen Begrüßung durch den grünen Bürgermeisterkandidaten Robert Herz, haben Fritz Propach, Sprecher des OV Murnau und Tobias Steurer vom Arbeitskreis Verkehr den aktuell offiziell bekannten Sachstand und die Einschätzung der Murnauer Grünen widergegeben.

Obwohl das Straßenbauamt im Interview mit R. Zuber insgesamt fünf verschiedene Trassenvarianten vorgeschlagen hat, gehen die Murnauer Grünen davon aus, dass nur die Variante West 2 in Frage kommt. Alle anderen Varianten sind noch deutlich teurer, durchqueren teilweise landschaftlich wertvolle Flächen und sind politisch kaum umsetzbar. Auch im Bundesverkehrswegeplan wird diese Trasse als „alternativlos“ bezeichnet. Die Diskussion über den Trassenverlauf wurde belebt durch die qualifizierten Aussagen des Überraschungsgastes Welf Probst, Verkehrsreferent im Gemeinderat Murnau und Befürworter der Umgehungsstraße, der diese Einschätzung vollumfänglich bestätigte.

Zudem erläuterte er, dass aufgrund des Bodenaufbaus (kiesführende Schichten) im Bereich zwischen Sportplatz im Kemmelpark, an IFB, Westtorhalle und Erlhaus vorbei, bis südlich des Spielplatzes Kemmelpark kein Tunnel gebohrt werden könnte, sondern in offener Bauweise erstellt werden müsste. Beginnen würde die Umfahrung nördlich des Gewerbegebiets Straßäcker, enden würde sie am Kreisverkehr in Richtung Kohlgrub. Des Weiteren wurde eine Verkehrszählung durchgeführt, deren Daten von den Befürwortern punktuell bereits als Begründung für die Umfahrung verwendet werden. Um erkennen zu können, um wie viel reinen Durchgangsverkehr vs. Binnenverkehr es sich handelt, haben die Grünen diese Zahlen vom Straßenbauamt Weilheim angefragt. Die Anfrage wurde abgelehnt.

Nach dem informativen Teil wurde angeregt diskutiert. Es wurden Sorgen geäußert, dass der Autoverkehr weiter zunehmen wird, insbesondere im weiteren Straßenverlauf in Murnau in Richtung Kohlgrub sowie am Tengelmann Center. Vorgeschlagen wurde zur Reduzierung des Durchgangsverkehrs, die B2 nördlich von Spatzenhausen über bereits bestehende und gut ausgebaute Straßen über die Autobahn nach Eschenlohe umzuleiten. Es wurde anerkannt, dass die Reschstraße stark belastet ist, aber aufgrund des hohen Anteils innerörtlichen Verkehrs die Entlastungswirkung vermutlich weniger stark ausfällt, als von den Befürwortern erhofft.
Bürgermeisterkandidat Robert Herz fasste zusammen das die geplante Straße keine Lösung für die Murnauer Verkehrsprobleme ist, sondern nur zu einer Verlagerung und Steigerung des Autoverkehrs führt. Zum jetzigen Kenntnisstand sind die Grünen gegen die Umfahrung, sondern setzen sich für eine Verbesserung von Fuß- und Fahrradwegen ein sowie die Stärkung des ÖPNV mit Bus und Bahn, wie dem überfälligen Ausbau der Werdenfelsbahn, ein.



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