Gemeinsam neu denken! Wir Murnauer Grüne stehen für eine Wirtschaft mit Zukunft und dafür wollen wir den Handel, Dienstleistung, das Handwerk und die Kreativwirtschaft stärker vernetzen. So schaffen wir gemeinsam Synergien, die unseren Ort lebendig halten. Ein zentraler Baustein dafür ist die Reaktivierung der Vollzeitstelle für die Wirtschaftsförderung, die derzeit nur mit einer 50%-Stelle besetzt ist. Betriebe brauchen feste Ansprechpersonen!
Außerdem packen wir den Fachkräftemangel an und sorgen mit einem innovativen Handwerkszentrum und einem Solarcamp für einen Nachwuchsboost. Mit Mut, Entschlossenheit und modernen Handwerksbetrieben gelingt die Energiewende und spült sogar Geld in unsere Kassen. Wir wollen daher unsere Unternehmen stärken und einen wichtigen Fokus auf bezahlbares, kommunales Wohnen legen. So halten wir Fachkräfte in unserem Ort. Wichtig ist auch die Digitalisierung in der Verwaltung, mit der wir Bürokratie abbauen und den Service für alle verbessern. Mit Investitionen in die Energiewende, Bildung und Infrastruktur und mit günstigen Strom aus erneuerbaren Energien, machen wir Murnau nachhaltig und krisenfest. Grün wählen heißt: Wirtschaft und Klima zusammen denken.
In Murnau bestehen bereits gute Strukturen für Senior:innen, die durch den Seniorenbeirat eine feste Vertretung gegenüber der Gemeinde haben, das Mehrgenerationenhaus bietet vielfältige Angebote und der Blaue-Land-Bus erleichtert die Mobilität. Bei Letzterem sehen wir aber durchaus noch Möglichkeiten, das Angebot bedarfsgerecht zu optimieren.
Ein weiteres großes Thema der Zukunft wird die die häusliche Pflege sein, deren Bedarf aktuell nur knapp gesichert ist. Fachpersonal für ambulante Pflege und häusliche Betreuung wird zukünftig ein Engpass werden, da immer weniger Fachpersonal zu finden ist und der Bedarf für Pflege deutlich zunehmen wird. Allein dadurch, dass Menschen älter werden und familiäre Sorgegemeinschaften nicht mehr verlässlich vorhanden sind.
Pflege und Betreuung daheim ist Daseinsvorsorge, eine kommunale Pflichtaufgabe. Wir setzen uns daher für den Aufbau von Projekten ein, die ein "Wohnen zuhause” unterstützen und im besten Falle lange ermöglichen z.B. durch Gründung einer Sozialgenossenschaft u.a. mit Konzepten für eine sogenannte Quartierspflege. Positive Vorbilder wurden in Dresden entwickelt und zB. in der Nachbargemeinde Landsberg am Lech übernommen. Die Kommune genießt Vertrauen und fördert mit diesem Konzept das soziale, gute Miteinander und baut mit dieser Maßnahme einem drohenden ambulanten Pflegenotstand vor. Um allen Bürger:innen eine aktive Teilhabe zu ermöglichen, schlagen wir einen Runden Tisch “Altersgerechtes Leben” vor.
Murnau bietet eine hohe Lebensqualität für alle Altersgruppen. Doch der anhaltende Wohnungsmangel gefährdet den sozoialen Frieden und bedroht den Wirtschaftsstandort. Wohnen entscheidet darüber, ob Menschen am Ort bleiben können, ob sie einsam sind oder Teil einer Gemeinschaft, ob sie sich das Leben leisten können oder nicht. Wir wollen Wohnen umfassend denken: sozial, ökologisch und gerecht.
Eines der Hautthemen der nächsten 6 jahre wird daher die Schaffung von ausreichend bezahlbarem Wohnraum sein. Aus diesem Grund fordern wir, dass gemeindeeigene Grundstücke nicht mehr verkauft werden, um auf diesen bezahlbaren Wohnraum schaffen zu können.
Außerdem kann der Wohnraum, der der einheimischen Bevölkerung zur Verfügung steht, gesteigert werden, indem die Zahl der Zweitwohnungen eingefroren bzw. längerfristig reduziert wird. Und auch Maßnahmen zur Reduzierung des Wohnungsleerstands tragen zur Entspannung auf dem Wohnungsmarkt bei (z.B. in Anlehnung an das Beispiel einer Münchner Einrichtung, die das anonyme Melden für Leerstand und Zweckentfremdung unterstützt).
Projekt “Sicheres Vermieten” aus Tirol mit kommunaler Unterstützung durch rechtliche und administrative Dienstleistungen bei einer mehr als 6-monatigen Nichtmeldung als Hauptwohnsitz. Dies erfüllt auch einen ökologischen Zweck, denn jeder Abriss verursacht erhebliche CO2-Emissionen, deshalb ist als Erstes stets zu prüfen, ob der Bestand erhalten sowie um-, an- und ausgebaut werden kann.
Wir wollen sämtliche Möglichkeiten ausschöpfen und gute Beispiele anderer Gemeinden für gemeinschaftliche Wohnformen auch für Murnau ermöglichen (Beispiele: “Junges Wohnprojekt” in München, “Wohnen für Hilfe” Rosenheim, “Wahlfamilie Sonthofen e.V.”, Wohungstauschangebote).
Wir Grüne setzen uns seit Jahren konsequent für inklusive und qualitativ hochwertige Bildungsangebote ein – von der Krippe bis zur offenen Jugendarbeit. Dazu gehören vor allem sichere Schulwege, die Schaffung eines Hortbusses und eine gesunde Ernährung mit regionalen und ökologischen Lebensmitteln. Das Ziel ist, junge Familien zu stärken. Wichtige Meilensteine sind dafür bereits erreicht (Neubau integratives Kinderhauses St. Nikolaus, Einführung kooperatives Ganztagsmodell). Mit verantwortungsbewussten Blick auf die Haushaltskasse fordern wir auch im nächsten Murnauer Gemeinderat nachhaltige Lösungen bei Infrastruktur, Personal und umzusetzenden Konzepten.
Wir sind "Kinder-freundliche Kommune" und wollen das weiterentwickeln. Räume schaffen und Vernetzung stärken ist Basis innovativer Angebote (Sport, Musik, Kunst, Natur). Um junge Murnauer:innen frühzeitig in Entscheidungen einbinden zu können, regen wir ein Jugendcafé in Selbstverwaltung an, um den Bedarf an Treffen und Austausch zu ermöglichen.
Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, schaffen wir attraktive und praxisorientierte Arbeits-, Ausbildungs- und Wohnbedingungen. Eine Vernetzung aller Akteur:innen (Schulen, Jugendhilfe, kommunale Gremien) stärkt unsere Kinder und Jugendlichen nachhaltig.
Der Bayernatlas zeigt es ganz deutlich: Murnau ist bei den erneuerbaren Energien eines der Schlusslichter. Weiterhin kommen weniger als 10 Prozent des Stroms aus Sonnen-, Wind- und Wasserkraft oder Biomasse. Wir Grüne wollen diesen Anteil in den kommenden Jahren konsequent erhöhen. Dabei wird die Photovoltaik lagebedingt die größte Rolle spielen. Dass die gemeindeeigenen Liegenschaften schon großteils Dach-PV-Anlagen aufweisen, ist sehr positiv zu bewerten.
Für den Stromverbrauch aller Gebäude braucht es aber viel mehr. Dies kann am Wirksamsten und Schnellsten mit Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen erreicht werden, die als genossenschaftliche Projekte allen zugute kommen können. Der Strom wird billiger und wirft Gewinne ab. Auf landwirtschaftlichen Flächen machen sogenannte Agri-PV-Anlagen Sinn, da sie eine Doppelnutzung erlauben und so ebenfalls Erträge steigern.
Ein Großteil unserer Energie aber wird für die Wärmeproduktion benötigt. Zum Ausbau der Fernwärme gehören moderne Energiezentralen mit Wärme rein aus erneuerbaren Energien. Dort wo Fernwärme nicht möglich ist, unterstützen wir innovative Lösungen auf Quartiersebene. Zum Ereichen der Energeiwende brauchen wir außerdem moderne Stromspeicher, die wir von Beginn an mitdenken. Schnellladestationen der Gemeinde für E-Autos mit eigenem Ökostrom unterstützt die Elektromobilität und bringt zusätzlich Geld.
Murnau soll auch für die jetzige und zukünftigen Generationen lebenswert bleiben. Daher brauchen wir dringend Anpassungen an die klimatischen Veränderungen. Daher ist es dringend geboten, das Klimaschutzziel 2035, zu dem sich der Gemeinderat verpflichtet hat, zu Reaktivieren und Umzusetzen.
Alle kommunalen Liegenschaften sollen bis 2035 klimaneutral sein. Dazu muss neben bestmöglichen Ausbau von Dachphotovoltaik-Anlagen auch die Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umgestellt und die gemeindeeigenen Fahrzeuge auf Elektromobilität umgestellt werden.
Im Rahmen aller Programme zur Reduktion des Kohlenstoffdioxids (CO2) in der Atmosphäre sind unsere heimischen Moore von besonderer Bedeutung. Sie binden im vernässten Zustand CO2 aus der Atmosphäre, wohingegen bei Trockenlegung große Mengen CO2 freigesetzt werden. Auch wenn das Murnauer Moos hier im Vergleich zu anderen Mooren bedeutend besser dasteht, setzen wir uns für die Renaturierung aller gemeindeeigenen Moorflächen ein.
Durch das zunehmende Pflanzen von Bäumen aus zukunftstfähigen Baumarten kann das Mikroklima im Ort gerade in Hitzeperioden verbessert werden. Außerdem erhöht sich dadurch die Luftqualität und die biologische Vielfalt. Jede Baumpflanzung ist eine Zukunfstinvestition. Nach dem Beispiel Weilheims wollen wir daher ein Baumspende- und Pflanzprogramm starten, das als Gemeinschaftsprojekt für Jung und Alt auch den Zusammenhalt stärkt.
Darüberhinaus sind weitere Maßnahmen zur Klimaanpassung notwendig. Dazu gehören eine ausreichende Zahl an öffentlichen Trinkbrunnen (Ober- und Untermarkt, Friedhof, Bahnhof, Schulen, Kurpark/KTM), Fassaden- und Dachbegrünung verbessert das lokale Klima. Auch das Anbringen von Sonnensegeln an allen Kinderspielplätzen ist dringend nötig. Neben der Anpassung an Hitzetagen ist auch die Anpassung an hohe Niederschlagsmengen wichtig (Stichwort: Schwammstadt), mit Maßnahmen wie Rasengitter statt Versiegelung auf Parkplätzen, multifunktionale Rückhaltebecken (tiefer liegende Parkplätze, Spielplätze).
Eine lebendige Demokratie lebt vom Mitmachen durch Viele und von der Teilhabe an notwendigen Informationen.
Das bedeutet im Einzelnen:
> Die Bürgerschaft wird bei wichtigen kommunalen Planungen mittels zeitnaher Infoveranstaltungen und Workshops frühzeitig einbezogen.
> Bürgerräte werden etabliert, um zu einer konkreten politischen Fragestellung eine direkte Rückmeldung aus der Mitte der Gesellschaft zu bekommen.
> Die Teilnehmer:innen werden zufällig ausgelost. Ziel ist es, Menschen in die Diskussion zu holen, die sich sonst nicht lautstark einbringen.
> Der Bürgerrat erarbeitet eine Stellungnahme mit Handlungsempfehlungen. Diese fließen in die Beratungen des Gemeinderates ein.
> Bürgerversammlungen finden mindestens zwei pro Jahr statt. Sie dienen der kommunalen Berichterstattung und als aktive Diskussionsplattform mit der Bevölkerung.
> Zeitnahes Veröffentlichen von Tagesordnungen und Sitzungsunterlagen zu Gemeinderatssitzungen (eine Woche vor den Sitzungsterminen). Das ermöglicht rechtzeitige, umfassende Informationen aller Beteiligten und Betroffenen, was wiederum für mehr Transparenz der Gremien sorgt. Das gilt auch für die Tagesordnungspunkte der nichtöffentlichen Sitzungen.
Umgehung? Entlastung? Beides leistet die geplante „Ortsumfahrung“ nicht: Sie schneidet den Kemmelpark mitten in einem ökologisch wie sozial sensiblen Bereich entzwei – vom Sportplatz im Norden über Murmel, Westtorhalle und Erlhaus bis südlich des Spielplatzes. Der Verkehr wird innerorts nur an neue Problemstellen verschoben. Als Teil des vorgesehenen Ausbaus der B2 von Starnberg zur „A95 light“ würde sie zudem mehr Autos und zusätzlichen Stau nach Murnau ziehen. Statt dieser teuren „Immer-weiter-so“-Scheinalternative treten wir für ein lebenswertes Murnau und echte Mobilität für alle ein.
In einer Kleinstadt wie Murnau lassen sich fast alle Wege gut zu Fuß oder mit dem Rad erledigen. Damit das sicher und bequem möglich ist, brauchen wir Lückenschlüsse bei Gehwegen, sichere Querungen der B2 und breitere Fußwege. Auch Kreisverkehre statt Ampeln an der B2 reduzieren Unfälle. Bessere Schulwege – etwa durch eine Einbahnregelung in der Soller-/Pechmannstraße – fördern Verkehrserziehung von Klein auf.
Ergänzt wird das Konzept durch einen starken öffentlichen Verkehr: Der Bahnhof ist Murnaus Tor in alle Richtungen und muss als Mobilitätsdrehscheibe weiterentwickelt werden. Der Rufbus muss bleiben, ausgebaut und perspektivisch durch eine Ringlinie ergänzt werden. Dafür setzen wir Grünen uns ein.
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